Information: Wichtigster Baustein langfristiger Bindungen

10. 2009
von Kai Fischer
(Kommentare: 0)

Für eine lange und nachhaltige Bindung zu Ihren Förderern ist eine umfangreiche Information unabdingbar: Sie wollen wissen, wie ihre Spenden eingesetzt werden und was sie bewirken. Informationen sind deshalb Pflicht.

Informationsmüde Organisationen?

Mit dieser Pflicht scheinen es viele Organisationen jedoch nicht so genau zu nehmen. Denn fragt man Förderer, dann fühlen sich viele immer noch nicht hinreichend informiert. Sie beklagen, dass Organisationen zwar immer wieder um Spenden bitten, es mit den Informationen aus den Projekten, die gefördert wurden, aber hapere.

Die Pflicht zur Information umfasst auch den Rechenschaftsbericht. Neben der Beschreibung von Projekten und Aktivitäten gehören zu einem guten Rechenschaftsbericht auch die Finanzinformationen. Überblicke zu Einnahmen und Ausgaben gehören hierzu. Allerdings müssen diese auch die Möglichkeit bieten, dass verschiedene Ausgaben zu unterscheiden, um das Finanzgebaren beurteilen zu können.

Viele Möglichkeiten, die Förderer zu informieren

Dabei haben Sie heute vielfältige Möglichkeiten, dieser Informationspflicht nachzukommen:

  • Spenderzeitschriften sind ein gute und erprobte – wenn auch teurere – Möglichkeit, über Projekte und Erfolge zu berichten und Geschichten zu erzählen. Spenderzeitschriften eignen sich besonders gut für Förderer, die regelmäßig Spendenmailings von Ihnen erhalten.
  • Sehr viel kostengünstiger ist die Information auf Ihrer Website. Nicht nur der Rechenschaftsbericht gehört als PDF-Dokument auf eine gut zugängliche Stelle. Aktuelle Berichte aus den Projekten, sind für viele Besucher Ihrer Website ein guter Anlass, die Website wieder aufzusuchen.
  • Wie schaut es mit einem Projekttagebuch auf Ihrer Website aus? Ein Tagebuch zeigt den Lesern, wie sich Ihr Projekt entwickelt und wie sich die positiven Wirkungen entfalten. Ein Tagebuch zieht regelmäßige Leser an. Sie reagieren auf Ihr Tagebuch wie auf eine Daliy Soap: Irgendwann wollen Sie auf die aktuellen Informationen nicht mehr verzichten.
  • Nutzen Sie schon Videos? Mit Youtube oder einem anderen Filmportal steht eine kostenlose Möglichkeit zur Verfügung, Filme auf Ihrer Website einzubinden. Videos zeigen wie Ihr Projekt „funktioniert“, sie sorgen für die notwendigen Emotionen. Auch wer auf einer Website nicht längere Texte lesen will, kann so unproblematisch über den Fortgang ihrer Projekte auf dem Laufenden gehalten werden.
  • Haben Sie schon ein Profil auf Facebook oder einer anderen Social-Network-Site? Hier haben Sie nicht nur die Möglichkeit, umfassend über Ihr Projekt und alle Entwicklungen zu berichten. Systematisch und strategisch richtig genutzt, finden Sie hier neue Unterstützer, die sie langfristig binden können.
  • Schließlich wird kein Weg an Ihrem E-Mail-Marketing vorbei gehen. Über E-Mail erreichen Sie Ihre Förderer direkt. Sie entscheiden, wenn Sie die Abonnenten ansprechen wollen. Haben Sie Neuigkeiten aus Ihrem Projekt, ist immer ein guter Anlass, Ihren Förderer eine neue E-Mail zu schicken. Besonders effektiv sind monothematische E-Mails: Sie konzentrieren sich auf ein Thema und können so direkt auf Ihre Website lenken. Zwischen E-Mails zu Bindung können Sie auch Spendenaufrufe per E-Mail versenden, die gute Responseraten haben: Wenn Förderer wissen, wie ihre Spenden wirken, sind sie auch bereit, online zu spenden.

Um langfristig Förderer zu binden, nutzen Sie die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. Informationen sind aber kein Selbstzweck. Denn nur wenn Ihre Informationen für die Förderer von Relevanz sind, werden sie auch gelesen und führen zu der gewünschten Bindung.

Zurück

Einen Kommentar schreiben