Wie viel darf Fundraising kosten?
Ökonomie des Fundraisings IV
Es gibt eine lange Diskussion über Kosten von Fundraising und Verwaltung. Es wird vielfach behauptet, dass Spendende nicht bereit sind, hohe Kosten hierfür zu akzeptieren, da die gegebenen Ressourcen für die Projekte und Programme bestimmt sind und nicht für Verwaltung und Fundraising. Manchmal wird ein prozentuales Verhältnis als akzeptabel angenommen.
In diesem White Paper argumentiert Dr. Kai Fischer, dass diese Betrachtung auf einem linearen Zusammenhang von Kosten und Einnahmen im Fundraising basiert. Diese Annahme ist bei genauerer Betrachtung hinfällig, da sich mit steigenden Einnahmen auch die aufzuwendenden Kosten erhöhen. Dadurch ergibt sich für den Netto-Ertrag eine aus der BWL und VWL bekannte Kurve. Legt man diese dem Fundraising zugrunde, dann wird nicht nur deutlich, dass ein prozentuales Verhältnis an der Logik vorbeigeht, sondern auch, dass sich unterschiedliche Optimierungspunkte für das Verhältnis von Kosten und Einnahmen ergeben. Und es wird dabei ebenso deutlich, dass der ROI zwar ein möglicher Optimierungspunkt ist, jedoch nicht das Einnahme-Optimum darstellt. Organisationen, die auf den ROI optimieren, verschenken also mögliche Einnahmen, die für Projekte und Programme eingesetzt werden könnten.
Dr. Kai Fischer
Sprechen Sie mich gerne an, ich freue mich von Ihnen zu hören!
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