3 gute Zeitpunkte für Ihr Businessplanning

Das Erstellen eines Businessplans nimmt in unseren Beratungen einen immer größeren Platz ein. Dabei ist in der Praxis deutlich geworden, dass sich die Anfragen nach Unterstützung beim Businessplanning auf drei Punkte konzentrieren, an denen Nonprofit-Organisationen sich Gedanken über Ihre Zukunft machen.

1. Gründung einer Nonprofit-Organisation

Wer heute eine Nonprofit-Organisation gründet und etwas bewegen will, kommt kaum noch um ein Businessplanning herum: Nicht nur die Mission muss formuliert werden, sondern auch die Leistungsprozesse werden definiert: Für wen werden aus welchen Gründen welche Leistungen von wem erbracht und wie kommen die Leistungsempfänger in den Genuss dieser Leistungen? Das sind zentrale Fragen, die zu klären sind, bevor eine Organisation neu startet. Nur so können Sie als Verantwortliche abschätzen, welche Ressourcen in welchem Umfang wofür benötigt werden. Und Sie können definieren, welcher Impact mit Hilfe der Ressourcen erreicht werden soll.

Hinzu kommt in jedem Fall auch die Einnahme-Planung. Bezahlen die Empfänger nicht alle Kosten, die mit der Leistungserstellung verbunden sind, muss in jedem Fall geklärt werden, wer aus welchen Gründen die benötigten Ressourcen zur Verfügung stellt, warum derjenige dies macht und welche Leistungen notwendig sind, die Ressourcen langfristig und nachhaltig zu erhalten.

Die lapidare Feststellung, die benötigten Ressourcen sollen durch Fundraising beschafft werden – und gleichzeitig vergessen, hierfür entsprechende Kosten zu kalkulieren – ist nicht ausreichend. Damit Ihre Nonprofit-Organisation erfolgreich werden kann, muss das Fundraising definiert werden – inklusive Zielgruppen, Gebe-Logik, Prozessen und damit verbundenen Kosten. Erst auf dieser Basis kann abgeschätzt werden, ob eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, langfristig die Ressourcen zur Verfügung zu haben, die für die Umsetzung der Projekte und Programme benötigt werden.

So gewinnen Sie schon vor Beginn des Abenteuers eine hinreichende Sicherheit an vieles gedacht zu haben und ein Erfolg erscheint zumindest als möglich. Benötigen Sie Investoren, die Ihnen helfen, die Anfangsinvestitionen zu tragen, legen diese auf einen detaillierten Businessplan zunehmend wert; denn wer möchte schon in eine Nonprofit-Organisation investieren, die nach drei Jahren aufgrund fehlender Ressourcen ihre Aktivitäten wieder einstellen muss?

2. Die Krise

Gerät Ihre Nonprofit-Organisation in eine Krise, stimmen die Zahlen nicht mehr oder werden die Ziele nicht mehr erreicht, stellt sich grundsätzlich immer die Frage, ob das Geschäftsmodell Ihrer Organisation noch stimmt. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Mission kritisch zu reflektieren, die Leistungsprozesse zu überprüfen oder das Ertragsmodell einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Geben die Förderer nicht mehr, weil sie die Beziehung zur Mission verloren haben? Oder benötigen Sie für einzelne Prozesse so viele Ressourcen, dass diese schlicht unwirtschaftlich geworden sind.

Mit einem Businessplanning schaffen Sie eine neue Grundlage für Ihre Organisation, die einzelnen Prozesse können in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit betrachtet und hinsichtlich ihrer Effektivität und Effizienz beurteilt werden. Ein neuer Businessplan hilft, den Turnaround einzuleiten, neue Strukturen zu begründen und neue Aufgaben zuzuweisen.

Für Förderer, Investoren und Kreditgeber schaffen Sie so die Voraussetzung einer weiteren Unterstützung. Sie sehen, dass Sie einen Plan haben, wie Sie die Krise bewältigen wollen und es fällt ihnen viel leichter, Ihnen den notwendigen Kredit – finanziell und moralisch – zu geben. Denn Sie zeigen: Aus der Krise haben Sie gelernt und gehen gestärkt hieraus hervor.

3. Die Ausweitung der Projekte und Programme

Manchmal läuft alles nach Plan und Sie wollen Ihre Projekte und Programme ausweiten, in andere Regionen übertragen oder mit neuen Angeboten auf Problemlagen reagieren. Alle Prozesse, die über den bestehenden Businessplan hinausgehen, stellen als neue Herausforderungen die bestehenden Prozesse infrage: Weitere Ressourcen müssen eingeworben werden, neue Zielgruppen werden versorgt oder neue Partner müssen in die Prozesse integriert werden. Alle diese Punkte haben Auswirkungen auf die ökonomischen Prozesse und müssen entsprechend geplant werden.

Verzichten Sie auf das Businessplanning, ergeben sich häufig ungeplante Abläufe und Prozesse, die vielleicht Ressourcen beanspruchen, die anderen Projekten bzw. Programmen nicht mehr zur Verfügung stehen. Oder Sie schaffen keine sinnvolle Integration in die bestehende Organisation – mit der Folge, dass der Management-Aufwand steigt. Denn wird das bestehende gemeinnützige Projekt mit einem kommerziellen ergänzt, ergeben sich vollkommen unterschiedliche Anforderungen an das Management, die zu einer deutlich höheren Komplexität führen können. Hierdurch steigen Kosten an Stellen, die man zuvor nie im Blick hatte und so alle positiven Erwartungen konterkarieren.

Benötigen Sie für die Mittel für Investitionen, um die Leistungen auszuweiten oder neu in Ihre Portfolio aufzunehmen, dann fragen heute viele Investoren nach dem Businessplan. Denn auch bei Ausweitung gilt dasselbe wie bei Neugründungen: Investoren engagieren sich ungern, wenn ihre Investitionen nicht die Früchte tragen, die sie sich hiervon versprochen haben.

Kennen Sie schon unser aktuelles White Paper zum Businessplanning? Wenn nicht, können Sie es gerne kostenlos von unserer Website herunterladen. Benötigen Sie darüber hinaus Hilfe, dann sprechen Sie uns gerne an.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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