5 Tipps, einer Stiftung Profil zu geben
Stiftungen brauchen Profil. Denn nur Stiftungen mit Profil entfalten öffentliche Wirksamkeit und können weitere Zustiftungen einwerben. Was müssen Sie aber tun, um Ihrer Stiftung das (richtige) Profil zu geben? Die folgenden fünf Punkte zeigen wichtige Herausforderungen, vor denen Stiftungen stehen, die innovativ ihr Gemeinwesen mit gestalten wollen.
1. Werden Sie sich über das Selbstverständnis Ihrer Stiftung klar
Unsere Gesellschaft braucht dringend neue Lösungen für die vielen Probleme und Herausforderungen, vor denen wir stehen. Wer ist besser geeignet, diese Lösungen zu entwickeln, als eine Stiftung? Das Zukunftsmodell einer Stiftung sollte sich deshalb weiter in Richtung eines Katalysators und Moderators gesellschaftlicher Prozesse entwickeln. Eine Stiftung hat das Potential, auch unbeliebte und noch nicht mehrheitsfähige Projekte zu fördern und so dringend erforderliche gesellschaftliche Reformprozesse in Gang zu setzen.
2. Zeigen Sie mehr Unabhängigkeit – besonders im Stiftungsmanagement
Um kreative Lösungen für gesellschaftliche Problemfelder entwickeln zu können, müssen Stiftungen vor allem auch ihr Management strategisch aufstellen. Weg vom Einzelfall, hin zur Strategie. Weg von der Mittelverwaltung, hin zur Zukunftsgestaltung. Zeigen sie auch mehr Unabhängigkeit in der Gremienbesetzung. Eine Stiftung, die nur in ihrem eigenen Saft schmort, wird nicht sonderlich innovativ sein.
3. Legen Sie besonderen Wert auf Transparenz ihrer Stiftungstätigkeit
Eine Stiftung, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen als Akteur stellt, kann Ihr Tun nicht mehr nur mit dem unveränderlichen Stifterwillen begründen. Akzeptanz und damit auch Unterstützung erfahren Stiftungen zukünftig, wenn sie ihr Verhalten ausreichend erklären und sich nachhaltig vernetzen.
4. Bilden Sie ein schlagkräftiges Team mit ihren Destinatären
In einer konstruktiven und offenen Zusammenarbeit einer Stiftung mit ihren Destinatären liegen große Entwicklungschancen. Die gemeinsame Diskussion des Projektziels, die Festlegung von Erfolgszielen und die Projektevaluation sollten Grundlage einer Neustrukturierung der Fördererstrukturen sein. Dazu gehören auch die begleitende Entwicklung der Organisationstrukturen und die Qualifikation der Geförderten.
5. Nutzen Sie Netzwerke und Kooperationen
Kleine und mittlere Stiftungen stoßen bei der Bewältigung innovativer Projekte eher an die Grenze ihrer finanziellen, personellen und auch sachlichen Ressourcen. Suchen Sie sich daher Kooperationspartner, um ihre gemeinsamen Ziele zu verwirklichen. In regionalen Netzwerken finden sie Partner und informieren gleichzeitig die Öffentlichkeit. Für Projekte mit besonderer Bedeutung ist es sinnvoll, thematische Kooperationen einzugehen, um mit einem gebündelten Beitrag nachhaltig zu fördern. Nutzen Sie bereits vorhandene Erkenntnisse und erfinden Sie das Rad nicht immer wieder neu!
Dr. Kai Fischer
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