3 Gründe, warum regionale Organisationen auf Netzwerk-Fundraising nicht verzichten können

Findet die Zukunft des Fundraisings in der Region statt, dann gehört die Nutzung sozialer Netzwerke – offline wohlgemerkt – hierzu. Denn dass Menschen sich treffen, sich austauschen und sich gegenseitig berühren, ist eine wesentliche Voraussetzung sozialer Netzwerke. Und einen Austausch von Ressourcen über sie zu organisieren, stärkt diese noch. Deshalb werden Organisationen kaum auf regionale Netzwerke verzichten können. Zu den wichtigsten Gründen zählen:

1. Treffen sozialer Netzwerke sind Plattformen zur Kontaktanbahnung

Da alle sozialen Netzwerke – auch solche, die online zustande gekommen sind – dazu tendieren, sich zu treffen, damit die Teilnehmer sich persönlich kennenlernen und Zeit miteinander verbringen können, stellen sie ideale Plattformen dar, um vom eigenen Projekt, der Mission und der Vision zu erzählen. Dies kann sowohl vor dem Auditorium als auch beim Essen oder Kaffee mit den Nachbarn stattfinden. Je nachdem, welche Möglichkeit zur Verfügung steht, können erste Kontakte geknüpft werden. Es gibt gerade in der Region kaum bessere Möglichkeiten für einen ersten Kontakt und der Darstellung der Projekte und Regionen als im halböffentlichen Raum.

Allerdings gilt auch: Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Hierzu gehört z.B. auch das Durchgehen verschiedener Kontakte und den Möglichkeiten, wie diese Sie unterstützen können. Denn es muss nicht immer Geld sein. Vielleicht steht neben Ihnen eine Journalistin, die einen spannenden Beitrag produziert.

2. Netzwerke helfen beim Öffnen von Türen

Für den Erfolg ist es hilfreich, wenn Ihnen jemand symbolisch Türen öffnet und Ihnen somit zu Kontakten verhilft, die Sie bzw. Ihre Projekte und Programme unterstützen könnten. Das Öffnen von Türen erfolgt entlang bestehender Kontakte und in sozialen Netzwerken. Der Türöffner wird sich immer überlegen, für wen Ihr Projekt interessant ist und wer zu Ihnen passen würde. Kommt der Kontakt zustande, wird beiden ein Gefallen getan: Sie erhalten einen interessanten Kontakt und Ihr Gegenüber ein spannendes eventuell „passendes“ Projekt, dessen Förderung Spaß machen könnte.

Sich gegenseitig einen Gefallen zu tun, ist eine der Währungen in sozialen Netzwerken. Hierdurch werden Strukturen geschaffen und durch die Möglichkeit, sich bei Gelegenheit zu revanchieren, steigt für alle die Wahrscheinlichkeit, aus dem Netzwerk Gewinn zu ziehen. Dies gelingt natürlich nur so lange, wie Sie sich in dem Netzwerk bewegen und sich ihrerseits bei passender Gelegenheit revanchieren.

 

Bei einem erfolgreichen Fundraising in sozialen Netzwerken werden ihnen nicht nur Türen geöffnet. Förderer und Unterstützer sind dann bereit, in ihren Netzwerke über Sie zu sprechen und auch um Unterstützung zu bitten. Die häufigste Form sind sicherlich Anlass-Spenden. In diesem Fall werden Geschenke an Ihre Organisation weiter geleitet. Aber auch moderne Formen von Anlass-Spenden, wie sie im Umfeld von Sportereignissen bekannt sind, können genutzt werden: Ob dem Golf-Turnier oder durch das Sammeln beim nächsten Marathon-Lauf – es gibt viele Möglichkeiten, wie Unterstützer Ihnen zu Einnahmen aus ihren Netzwerken verhelfen können. Eine der Höhepunkte ist dann sicherlich, wenn Förderer Aufgaben im Fundraising übernehmen und z.B. beim nächsten Fundraising-Dinner Tische in ihrem Netzwerk verkaufen.

Diese Beispiele zeigen: Soziale Netzwerke eignen sich nicht nur als Plattform, um sich und das Projekt bekannt zu machen. Häufig ist dies der erste Einstieg ins Netzwerk-Fundraising. Interessanter wird es, wenn Sie als Akteur im Netzwerk teilnehmen, Ihnen Türen geöffnet werden oder erste Unterstützer und Förderer anfangen, für Sie um Spenden zu bitten oder andere Einnahmen zu organisieren.

Dies ist jedoch ein Prozess, der Schritt für Schritt stattfindet. Denn entscheidend ist in jedem Fall, dass Sie sich als Teilnehmer in diesem Netzwerk auch angemessen verhalten. Seriosität und Verlässlichkeit sowie die Einhaltung der Spielregeln – hierzu gehört in der Regel, dass kein Pitch sondern ein Gespräch stattfindet – sind wichtig, um Vertrauen und Reputation aufzubauen. Je besser dies gelingt, desto größer werden die Ressourcen sein, die Sie über Netzwerke gewinnen können.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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