5 Orte, an denen Sie mit Förderern in Kontakt kommen können

Wer neue Förderer gewinnen oder weiterhin mit ihnen in Kontakt bleiben möchte, muss wissen, an welchen Orten man diese begegnen kann. Gerade in einem regionalen Raum oder für die Gewinnung von Großspendern bieten sich dafür folgende Orte immer wieder an:

1. Service-Clubs: Rotary, Lions und andere

In jeder Stadt gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Service-Clubs, die sich für soziale Belange in ihrer Stadt bzw. Region einsetzen. Diese Gruppen setzen sich meistens aus Menschen zusammen, die vielfach selbständig sind, kleinere Unternehmen leiten oder im gehobenen Management bzw. Verwaltung aktiv sind. Sie bilden ein gutes Netzwerk für ihre Mitglieder. Deshalb treffen sich Service-Clubs regelmäßig und machen auch gemeinsame Aktionen zugunsten gemeinnütziger Organisationen.

Bei den regelmäßigen Treffen besteht prinzipiell die Möglichkeit, das eigene Projekt, Programm oder Organisation vorzustellen. Voraussetzung ist eine Einladung zu einem Treffen. Diese erhalten Sie vom jeweiligen Präsidenten bzw. Präsidentin, die für die Organisation der Treffen verantwortlich ist. Eine Aufgabe, die in den meisten Clubs jährlich wechselt.

Service-Clubs, deren Präsident/innen und deren Kontaktdaten lassen sich im Internet recherchieren. Eine Kontaktaufnahme über den angebotenen Kanal lässt sich realisieren. Oder sie treffen den Präsidenten/ die Präsidentin auf einer anderen öffentlichen Veranstaltung, machen sich bekannt und verabreden, dass Sie die Gelegenheit bekommen, sich einmal vorzustellen.

2. Empfänge

Politische Parteien, die Bürgermeisterin oder die örtliche Bank – viele Institutionen organisieren Neujahrsempfänge, um mit Kunden und anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Der Stehempfang mit einem Glas in der Hand ist eine gute Möglichkeit, mit potenziellen oder bestehenden Förderern ins Gespräch zu kommen. Vielfach haben Sie die Möglichkeit, gezielt die Menschen auszusuchen, die Sie ansprechen oder mit denen Sie in Kontakt kommen wollen.

Neben Empfängen zu kalendarischen Ereignissen gibt es auch welche zu anderen Anlässen: Jubiläen, Verabschiedungen oder anderes: Es gibt in jeder Region über das ganze Jahr Empfänge und Veranstaltungen, die in dieser Form genutzt werden können.

Am besten Sie verschaffen sich rechtzeitig einen Überblick, welche Empfänge es in Ihrer Region im nächsten Jahr geben wird. Dann haben Sie rechtzeitig die Möglichkeit, sich auf die Einladungslisten setzen zu lassen. Zu Ihrer unmittelbaren Vorbereitung gehört die Recherche, wer noch am Empfang teilnehmen wird und wen Sie konkret ansprechen wollen. Je besser Sie sich vorbereiten, desto einfacher wird es für Sie, auch den entsprechenden Kontakt zu realisieren.

3. Kongresse, Tagungen und Messen

Viele potenzielle Förderer nehmen aus beruflichen Gründen als Referenten an Kongressen und Tagungen teil oder sind auf Messen anzutreffen, auf denen sie ihre Zielgruppen treffen. Wer beispielsweise mit Stiftungen in Kontakt kommen will, kann dies am Deutschen StiftungsTag machen, an denen viele Stiftungen präsent sind und von Verantwortlichen aus den Stiftungen Vorträge gehalten werden. Solche Treffen gibt es für Verantwortliche aus Stiftungen genauso wie für jede andere Branche.

Kongresse, Tagungen und Messen lassen sich gut im Vorwege recherchieren – auch die Referenten, die einen Vortrag halten werden. In der Regel besteht die Möglichkeit, einen Referenten nach seinem Vortrag kurz anzusprechen. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die sonst kaum oder nur sehr schwierig zu erreichen sind.

4. Mitgliedschaft in Verbänden und Vereinigungen

Es gibt eine ganze Reihe von Vereinen und Verbänden, in denen Sie bzw. Ihre Organisation, Stiftung oder Sozialunternehmen Mitglied werden kann. Hierzu gehören in erster Linie Wirtschaftsverbände – bspw. der mittelständischen Wirtschaft oder von Frauen in Unternehmen – aber auch Marketing-Clubs und Werbegemeinschaften. In allen diesen Vereinen und Verbänden bzw. Clubs geht es neben Kontakten untereinander auch immer um Verbesserungen der Situation vor Ort.

Grundsätzlich sind Gemeinnützige von einer Mitgliedschaft nicht ausgeschlossen. Auch in ihnen haben Frauen Führungspositionen oder sie sind Teil der Stadt oder Region, für die sich die Mitglieder engagieren. Und sie haben auch Mitarbeiter/innen und machen Umsätze – auch wenn dies häufig nicht das zentrale Ziel der Tätigkeit ist. Häufig sind diese Vereinigungen sogar sehr interessiert, wenn sich weitere Akteure mit einem anderen Hintergrund mitarbeiten und sich einbringen.

Für Sie besteht der Vorteil in der gleichberechtigten Rolle, die sie einnehmen. Als Mitglieder unterscheiden Sie sich nicht von den anderen, sind vielleicht ein wenig der Exot, der unter anderen Rahmenbedingungen tätig ist. Durch die gleichberechtigte Rolle fällt es manchmal einfacher, Vertrauen aufzubauen, welches dann für gemeinsame Aktivitäten Ihrer Organisation genutzt werden kann. Auch lassen sich über die Mitgliedschaft weitere Netzwerke erschließen, dann in der Regel kooperieren verschiedene Verbände in einer Region miteinander.

Sie sollten überlegen, in welchen Verbänden und Vereinen die Mitgliedschaft lohnen sein kann und wo sie Menschen treffen können, die Sie interessieren. Haben Sie dabei keine Scheu, aktiv um eine Mitgliedschaft nachzusuchen und Kontakte aufzubauen. Häufig sind Verbände sehr aufgeschlossen und interessiert, auch Organisationen, Stiftungen und Sozialunternehmen als Mitglieder aufzunehmen. Denn auch sie können von Ihrer Mitgliedschaft profitieren.

5. Tage der offenen Tür und andere Veranstaltungen

Gezielt Menschen einzuladen und ihnen Ihre Einrichtung oder Organisation zu zeigen und eventuell die Arbeit zu demonstrieren, ist für viele Menschen ausgesprochen interessant. Gehen Sie davon aus, dass viele Menschen nicht wissen, was Sie wie und warum machen, die jeden Tag an dem Schild Ihrer Organisation vorbeigehen und/oder in der Nachbarschaft wohnen. Diese Menschen einzuladen, mit ihnen in Kontakt zu kommen, ist eine Voraussetzung, eigene Netzwerke systematisch auszubauen.

In der Regel wissen Sie nicht, wer in Ihrem Umfeld wohnt und arbeitet und welchen Hintergrund die Menschen haben. Es besteht immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich hierunter Menschen befinden, die sich für Ihr Thema und Ihre Arbeit interessieren und diese unterstützen würden. Je effektiver Sie diese Kontakte auf- und ausbauen, desto besser können Sie von den Ressourcen profitieren – neben Geld zum Beispiel auch der Zugang zu weiteren Netzwerken, Unternehmen, politischen Parteien oder auch potenziellen Großspendern. Schon rein statistisch besteht die relativ große Wahrscheinlichkeit, dass unter deren Kontakten sich Menschen befinden, die Ihnen und Ihrer Organisation weiterhelfen können.

Fazit

In jeder Region gibt es eine Reihe von Anknüpfungspunkten bestehender Netzwerke und Möglichkeiten, solche aufzubauen bzw. diese für das eigene Fundraising zu nutzen. Dies gelingt jedoch dann am besten, wenn Sie tatsächlich ein Interesse an den jeweiligen Netzwerken haben und diese nicht nur instrumentell für ihr Fundraising nutzen wollen. Denn alle Netzwerke bestehen aus einem anderen Zweck, nicht Ihnen das Einwerben von Ressourcen zu ermöglichen. Wenn Sie sich allerdings auf diese Netzwerke einlassen, haben Sie eine große Chance, in Ihrem unmittelbaren Umfeld Unterstützer/innen und Förder/innen zu finden, die bereit sind, sich für Ihre Organisation zu engagieren.

Dr. Kai Fischer begleitet seit 20 Jahren Fundraiser/innen und Organisationen, Stiftungen und Sozialunternehmen beim Aufbau Ihres Fundraisings. Eines seiner Themen ist dabei Aufbau und Pflege langfristiger Beziehungen, die die Basis für nachhaltige Einnahmen bilden.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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