5 Tipps für das Fundraising von Stiftungen

Die Niedrigzinsphase macht es notwendig: Auch viele Stiftungen müssen ins Fundraising einsteigen, da die Zinserträge für die Projekte und Programme immer weniger reichen. Allerdings stehen Stiftungen vor einer Reihe von Herausforderungen, die gemeistert werden wollen, wenn das Fundraising gelingen soll. Hierzu gehören unter anderem:

  • „Stiftung“ bedeutet, dass Kapital zur Verfügung steht. Es muss deutlich gemacht werden, warum trotz des Kapitals und der teilweise finanziell potenten Stifter weitere Mittel benötigt werden.
  • Wie der Name vieler Stiftungen zeigt, sind sie stark auf den Stifter fokussiert. Es ist aber für Dritte wenig interessant, in die persönlichen Interessen eines Anderen zu investieren.
  • Viele Stiftungen sind regional aktiv. Damit sind viele der für bundesweit und international agierende Organisationen entwickelte Formen und Methoden des Fundraisings nur eingeschränkt nutzbar. Vielfach nutzen ihnen mehr die Praktiken eines regionalen Fundraisings.

Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, mit diesen Schwierigkeiten umzugehen und erfolgreich Fundraising in Ihrer Stiftung zu implementieren:

Formulieren Sie ein starkes Mission-Statement

Ihre Mission und Ihr Mission-Statement sind die Basis, um Förderer langfristig mitzunehmen, und zu beteiligen. Gerade bei Stiftungen, die auch ohne eine starke Mission gegründet werden können, ist dies essentiell. Ohne eine starke Mission wird es kaum gelingen, Externen deutlich zu machen, was Ihre Stiftung will und warum sie gegründet wurde.

Mit dem Mission-Statement wird die Frage beantwortet, warum die Stiftung gegründet wurde und welches gesellschaftliche Problem sie bearbeiten soll. Es ist wichtig, dass die Warum-Frage und nicht die Wie- oder Was-Frage (Was machen wir wie?) beantwortet wird. Denn nur die Antwort auf die Warum-Frage zeigt die Emotionalität des Stiftungsnutzens und verweist auf die Werte und Normen, für die Ihre Stiftung einsteht. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, dass Dritte anschließen und sie als Förderer gewonnen werden können.

Fokussieren Sie auf Ihre Projekte und Programme

Förderer geben, um etwas in der Welt zum Besseren zu verändern. Hierin liegt die Motivation zum Geben, nicht im Finanzbedarf Ihrer Stiftung. Deshalb gilt immer: Die Projekte und Programme – und vor allen Dingen, wie konkret geholfen wird – stehen im Zentrum der Kommunikation, nicht die Stiftung selbst – und schon gar nicht der Finanzbedarf.

Förderer wollen sehen, was mit Ihrem Geld geschieht. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeiten regionaler Organisationen und zeigen Sie, was Ihre Stiftung macht, wie in den unterstützten Projekten und Programmen gearbeitet und welche Wirkung erzielt wird. Am einfachsten ist dies, wenn Sie die Türen öffnen und Interessenten und Förderer einladen, sich ein eigenes Bild zu machen. Nichts ist überzeugender als ein eigenes Bild.

Klären Sie Ihre Fundraising-Strategie

Gerade Stiftungen haben eine Reihe strategischer Möglichkeiten. Während einige Stiftungen gute Kontakte zu vermögenden Menschen haben und diese im Großspenden-Fundraising nutzen können, haben andere viele Unterstützer, die bereit sind, sich im Fundraising ehrenamtlich zu engagieren. Damit ergibt sich eine erstaunliche Vielfalt im Herangehen an das Fundraising von Stiftungen:

Das anschließende Vorgehen ist von diesen strategischen Entscheidungen abhängig. Aus ihr leitet sich ab, ob z. B. vom Stifter 20 gute Bekannte eingeladen werden, sich zu beteiligen oder ob viele Unterstützer gewonnen werden, die ihrerseits um Spenden bitten – und die wiederum von Ihrer Stiftung unterstützt werden müssen. Welche Instrumente –Events, Auftritte, Vernetzungen etc.- dazu passen, muss ergründet werden.

Kommunikation ist Pflicht

Stiftungen, die ins Fundraising einsteigen, müssen mit Interessenten, Förderern und der Öffentlichkeit regelmäßig kommunizieren. Förderer und Interessenten wollen wissen, wie ihre Beiträge wirken, welche Veränderungen mit ihren Gaben erreicht werden konnten. Geschichten aus den Projekten illustrieren die Veränderungen und zeigen so, wie die Spenden gewirkt haben.

Für die Kommunikation können viele Kanäle genutzt werden. Neben Briefen und Broschüren, die Arbeit und Wirkung erklären, eignen sich auch Formen der direkten Kommunikation. Veranstaltungen, auf denen Menschen erklären, wie die Stiftung ihr Leben verändert hat und was dies für sie bedeutet, sind wichtig für die Rückmeldung an die Förderer. Und eine gute Voraussetzung, um die nächsten Spende zu erbitten.

Beginnen Sie heute

Fundraising ist konkretes Tun. Deshalb ist es notwendig, dass Sie heute beginnen. Fangen Sie an, Geschichten aus den Projekten und Programmen zu sammeln. Erzählen Sie, warum Sie die Stiftung gegründet haben oder was Sie mit der Stiftung beabsichtigen, welches Problem Sie lösen wollen. Laden Sie Menschen ein, sich mit Ihnen auf den Weg zu machen.

Sie können überall beginnen. Ob Sie beim nächsten Treffen mit Ihren Freunden oder einer anderen Veranstaltung beginnen, Sie haben überall die Möglichkeit, Menschen zu finden, die sich mit Ihnen auf den Weg machen wollen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und Sie lernen, welche Geschichten besonders überzeugend sind – und finden die Menschen, die Sie und Ihre Stiftung unterstützen wollen.

 

Auch Stiftungen können erfolgreich Fundraising betreiben. Allerdings ist dies in der Praxis nicht immer ganz einfach zu implementieren und umzusetzen. Rufen Sie uns gerne an und Sie bekommen die notwendige Unterstützung. 

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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