7 Schritte zum erfolgreichen regionalen Fundraising

Eines der größten Wachstumsbereiche im Fundraising liegt in der Region. Viele Menschen sind eher bereit zu spenden, wenn sie konkret wissen, wem ihre Spende zu Gute kommt und wem sie sie anvertrauen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass Fundraising regional andere Anforderungen als traditionelles Fundraising stellt:

  • Es gibt einen direkteren Kontakt zu Spendern und Unterstützern
  • Fundraiser/in und Vorstand/Geschäftsführung der Nonprofit-Organisation stehen als Person für die Verwendung der Gelder ein.
  • Das Image und die Reputation der Organisation in der Region spielen eine große Rolle.

 

Für den Erfolg im regionalen Raum sind – das haben unsere Beratungsprojekte der letzten Jahre gezeigt – folgende Schritte eine gute Basis:

 

1. Klärung der Mission

Je direkter der Kontakt zu anderen Menschen, desto weniger können Sie Unklarheiten überspielen. Ein klare Mission ist der entscheidende Faktor, um andere Menschen ansprechen und überzeugen zu können. Denn als Laien können Sie die Arbeit Ihrer Organisation kaum einschätzen. Aber mit ihnen über das Warum Ihrer Arbeit zu sprechen, schafft die gemeinsame motivationale Basis für eine langfristige Beziehung.

Denken Sie daran: Alle Förderer wollen wissen, warum sie Ihnen spenden sollen.

 

2. Sammeln Sie Geschichten

Geschichten zeigen, wie die Projekte Ihrer Organisation wirken. Sie schaffen nicht nur eine intuitive und verständliche Basis, sondern machen am Beispiel auch deutlich, wie die Spende eingesetzt wird und welche Effekte sie erzielt. Dies wollen Förderer, die Ihnen Ihre Spende anvertrauen, immer wieder hören.

Verändern Sie gern einmal die Perspektive: Wie wäre es, wenn Projektteilnehmer direkt berichten? Oder Ehrenamtliche erzählen von Ihrem Engagement? Vielleicht gibt es auch einen Förderer, die von den Gründen seines Engagements berichtet?

 

3. Nutzen Sie die bestehenden Netzwerke

Der Vorteil im regionalen Raum: Es bestehen vielfältige Netzwerke und Verbindungen. So treffen sich nicht nur Rotarier und Lions – und die anderen Service-Clubs. Es bestehen auch Netzwerke über die Kommunalverwaltung, von Geschäftsleuten (Interessensgemeinschaften) bis hin zu Verbänden und Vereinen. Fast alle Netzwerke haben offene Punkte, die Sie nutzen können. Gehen Sie hin und erzählen Sie von Ihrer Mission und Ihre Geschichten. Sie werden die Aufmerksamkeit bekommen, die Sie benötigen, um Unterstützer und Förderer zu finden.

Machen Sie sich klar, dass auch Vereine und andere Nonprofit-Organisationen in den meisten Fälle Leistungen erstellen und Umsätze haben. Vielfach sogar in größerem Umfang als Unternehmen. Deshalb können Sie an vielen Netzwerken durchaus als vollwertiges Mitglied teilnehmen. Seien Sie hier selbstbewusst.

 

4. Zuhören

Erzählen ist das eine, aber für Ihren Erfolg ist eins noch wichtiger: Zuhören. Erzählen Sie immer nur eine Geschichte und geben Sie Ihrem Gesprächspartner die Möglichkeit zu antworten. Dieser wird dann mit einer eigenen Geschichte antworten und bildet so schon die Beziehung zu Ihnen: Denn seine Geschichte wird sich auf Ihre beziehen und sie weiterführen. Damit erfahren Sie, was Ihren Gesprächspartner drückt, warum er sich für Ihr Thema und Anliegen interessiert. Der Beginn einer langfristigen partnerschaftlichen Beziehung.

 

5. Follow-up und Kultivierung

Kennen Sie die individuellen Anliegen Ihrer Unterstützer beginnt das Follow-up und die Kultivierung. Machen Sie aus Interessenten Verbündete, indem Sie sie informieren, einladen und Ihnen zeigen, wie viel Gutes Sie bewirken.

Nutzen Sie hierfür die Vielfalt der Medien: Mit dem Newsletter lassen Sie regelmäßig von sich hören. Mit dem Telefon halten Sie direkt Kontakt. Und bei Veranstaltungen begegnen Sie sich persönlich. So werden lockere Beziehungen immer fester und tiefer.

 

6. Gemeinsam die Welt verbessern

Kennen Sie Ihre Unterstützer und kennen diese Sie, kommt die vorletzte Phase: Laden Sie einzelne Unterstützer ein, mit Ihnen zusammen die Welt zu verbessern. Setzen Sie dabei auf die Anliegen und Problemsichten Ihrer Förderer: In der gemeinsames Schnittmenge liegt das Potenzial, das Sie nutzen können. Und Ihrer Förderer fühlen sich nicht nur ernst genommen, sondern realisieren Sinn für sich selbst, indem sie Ihnen spenden. Besseres gibt es kaum.

 

7. Dank und Wertschätzung

Jede Spende ist der Anfang einer Beziehung. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist deshalb der schnelle Dank (innerhalb von 48 Stunden und am besten per Telefon). Damit zeigen Sie: Die Spende ist eingegangen und wurde von Ihnen bemerkt. Und sie reduzieren Unsicherheit bei Ihrem Spender.

Und jede Spende ist freiwillig. Deshalb haben Fundraiser die Pflicht, nicht nur verantwortungsvoll mit dem anvertrauten Geld umzugehen, sondern auch über dessen Verwendung zu berichten – am besten mit einer Geschichte oder durch eine Einladung. Und vergessen Sie auch nicht die Wertschätzung. Schließlich hat jeder Spender einen Anteil am Erfolg Ihrer Projekte: Ohne die Spende könnten Sie diese nicht realisieren.

 

Sie wollen Ihr regionales Fundraising weiter ausbauen? Nutzen Sie unseren Mission-Workshop als Einstieg oder sprechen Sie uns an. Wir überlegen mit Ihnen in einem unverbindlichen Vorgespräch, wie wir Sie unterstützen können.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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