Keine Kapital-Kampagne ohne Businessplan

Sie planen eine Kapital-Kampagne, um ein Gebäude zu sanieren oder um eine Stiftung zu gründen? Dann gehört an den Anfang Ihrer Planungen immer auch der Businessplan: Die Planung, wie das Gebäude bespielt wird, was darin passieren soll und welche Einnahmen und Kosten hiermit verbunden sind. Und vor allen Dingen: Wie werden die laufenden Betriebskosten gedeckt?

Kapital-Kampagnen zielen auf Investitionen

Jede Kapital-Kampagne ist immer eine Investition. Menschen geben große und größere Summen und ermöglichen damit einen Start. Wenn Sie in Ihr Gebäude investieren, werden die Spenden zwar zu Steinen, aber Förderer, die sich nicht für Architektur oder Denkmalschutz interessieren, wollen wissen, welchen Effekt die Steine haben. Ihnen geht es um die Inhalte, die Projekte und Programme, die zu ihrer Verwirklichung Gebäude und Steine benötigen.
Die Verbindung zwischen beiden ist Ihre Mission. Im Mission-Statement beschreiben Sie, warum Ihre Organisation ihre Projekte und Programme umsetzt und warum sie sich diese Aufgabe gestellt hat. Werden zur Umsetzung der Projekte und Programme eigene Räume benötigt, besteht jetzt die Verbindung: Förderer investieren in ein Gebäude, um damit die Voraussetzung zu schaffen, dass die Mission verfolgt und die Projekte und Programme umgesetzt werden können.

Ihr Businessplan zeigt auf, wie mit der Umsetzung der Projekte und Programme die Mission verfolgt wird und warum es notwendig ist, Gebäude zu besitzen bzw. zu sanieren. Auch wenn es im Einzelfall nicht immer ökonomisch notwendig sein sollte, gleich Gebäude zu besitzen bzw. zu sanieren, kann es als Zentrum der eigenen Aktivitäten und zur Identifikation notwendig sein, ein entsprechendes Gebäude zu besitzen. Vielleicht braucht man als Gemeinde für einen Gottesdienst nicht zwingend eine Kirche, aber ein Gottesdienst in einer Kirche ist etwas anderes. Und deshalb kann es auch sinnvoll sein, eine Kirche oder eine Orgel zu sanieren.

Lohnt sich die Investition?

Der Businessplan hat aber noch eine andere Bedeutung bei der Kapital-Kampagne: Er zeigt, ob sich die Investition langfristig rechnet. Wer will schon in ein Projekt investieren, das in kurzer Zeit wieder aufgegeben werden muss?
Um bei dem Beispiel mit der Kirche zu bleiben: Bitten Sie in einer Kapital-Kampagne um eine Investition, müssen Sie natürlich auch deutlich machen, wie das Bauwerk in den folgenden Jahren erhalten werden soll. Es wird auch in den folgenden Jahren wieder Verschleiß auftreten und einige Dinge müssen gemacht werden. Viele Förderer in Kapital-Kampagnen möchten wissen, wie der Unterhalt gesichert werden soll.

Dies gilt nicht nur für Kirchen. Bauen oder sanieren Sie ein Zentrum für Ihre Organisation, stellen sich vergleichbare Fragen: Wie sollen in Zukunft Einnahmen erzielt werden, die den Unterhalt des Gebäudes tragen? Reicht es aus, wenn in dem Gebäude Kaffee und Cola verkauft werden? Wie viele Getränke müssen Sie eigentlich verkaufen, bis hiermit alle Kosten gedeckt sind? Kommen überhaupt so viele Besucher?

Diese Fragen können nur durch Businessplanning – den Planungsprozess, an dessen Ende der Businessplan steht – beantwortet werden. Und erst der Businessplan gibt den Großspendern die Sicherheit, dass Sie vorher an viele Aspekte gedacht haben, die ermöglichen, langfristig die Investition zu erhalten.

Die Ausführungen gelten übrigens auch für Investitionen, die durch staatliche Zuwendungen finanziert werden. Viele Körperschaften haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass Investitionen in Gebäude nur einmalig zu finanzieren sind, aber langfristige Verpflichtungen nach sich ziehen können, wenn nicht ein entsprechend belastbarer Businessplan vorher erarbeitet wurde.

Deshalb gilt für alle, die sich mit dem Gedanken an eine Kapital-Kampagne tragen: Häufig steht zunächst der Businessplan am Anfang. Ohne ihn werden immer weniger Investoren in Ihre gute Sache zu überzeugen sein.
Welche Schritte hierfür notwendig sind, erfahren Sie in unserem White Paper: „Businessplanning für Nonprofit-Organisationen. In 15 Schritten zum Businessplan für Ihre Organisation“.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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