Kommt nach dem Hochwasser die Spendenflut?

Kommt nach dem Hochwasser die Spendenflut?

Ganz langsam läuft die Flutwelle der letzten Woche aus. Die Flüsse ziehen sich wieder in ihr gewohntes Bett zurück – es bleiben die Schäden an Häusern und Einrichtungen. Von den Verwüstungen des Hochwassers sind auch viele Nonprofit-Organisationen betroffen: In Kindergärten ist das Spielzeug nicht mehr zu gebrauchen, im Theater funktioniert die Technik nicht mehr und auch Garten-Anlagen wurden durch das Wasser zerstört.

Spenden für kleine Organisationen

Damit auch viele kleinere und regionale Organisationen eine größere Chance haben, Spenden zu erhalten, hat die Crew um Matthias Daberstiel vom Fundraiser Magazin eine Online-Spenden-Site ins Netz gestellt: http://www.flutspenden.de/ Wir freuen uns, wenn möglichst viele Spenden hierüber eingehen und so direkt den vielen betroffenen Organisationen, die dringend auf Spenden angewiesen sind, geholfen werden kann.

Bisher weniger Spenden

Insgesamt scheinen 2013 deutlich weniger Spenden zu fließen als noch vor 11 Jahren. Wir erinnern uns: 2002 wurden mehr als 140 Mio. € für die Opfer des damaligen Hochwassers gespendet. Ob diese Summe erreicht werden kann, scheint nach der diesjährigen Katastrophe eher fraglich. Es gibt auch schon die ersten Überlegungen, woran dies liegen könnte. Wolf Dombrowski weist in Welt-Online darauf hin, dass die Katastrophe zwar gewaltig ist, in der Wahrnehmung aufgrund der Vorbereitung und der medialen Berichterstattung nicht als emotionale Katastrophe wahrgenommen wird.

Führt fehlender Schutz zu weniger Spenden?

Hinzu käme, dass die Folgen der Flut auch auf fehlende Vorsorge zurückzuführen sei; nicht überall wurde hinreichender Flutschutz in den vergangenen 11 Jahren auch umgesetzt, manchmal durch jetzt Betroffene mit verursacht. Und bekannt ist: Kann Opfern von Katastrophen eine Mitschuld gegeben werden, sinkt die Spendenbereitschaft rapide. Dies betrifft übrigens nicht die Bereitschaft, persönlich mitanzupacken und Hilfe anzubieten.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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