Macht Spenden süchtig?

Welche Hirnareale werden eigentlich beim Spenden aktiviert?

Diese Frage haben sich in den letzten Jahren Neurophysiologen gestellt, um den physiologischen Grundlagen des Spendens näher zu kommen. Das Ergebnis war eine Überraschung: Spenden Sie, wird das Glückszentrum aktiviert. Menschen macht deshalb glücklich; ein Glück, das einige Menschen auch beim Schuhe-Kaufen erleben.

Haben sie erst einmal Glücksgefühle erlebet, wollen viele Menschen dieses Gefühl immer wieder erleben. Und das ist ganz einfach: Wer wiederholt spendet, kann dieses Gefühl immer wieder erleben. – Spenden hat damit ein Suchtpotenzial.

Allerdings setzt dies voraus, dass die Glückserfahrung nicht sofort wieder konterkariert wird. Hier spielt das Verhalten Ihrer Organisation eine große Rolle: Glücksgefühle müssen auch bestätigt werden und brauchen eine positive Rückmeldung. Melden Sie sich schnell persönlich mit einem Dank, könnte dies der erste Schritt zu einer Sucht werden.

Ob sich also das Suchtpotenzial entfalten kann, hängt ganz wesentlich vom Fundraising – genauer noch vom Verhalten aller Mitarbeiter/innen – ab. Wer dieses Potenzial nutzen möchte, ist aufgefordert, die eigenen Prozesse einmal kritisch aus Sicht der Förderer und Unterstützer zu untersuchen. Welchen Eindruck gewinnt man, wenn man am Gebäude vorbeigeht? Welche Reaktionen kann man erleben, wen man nach dem nächsten Mailing bei Ihnen anruft? Und welche Erfahrungen machen Menschen mit Ihrer Online-Kommunikation?

Wenn die hier gemachten Erfahrungen das Glücksgefühl unterstützen und fördern, steht einer langfristigen Beziehung nicht mehr in Frage. Die physiologische Glücksreaktion wird verlängert und damit kann Fundraising tatsächlich immer wieder glücklich machen – bis hin zur Sucht.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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