Professionelle Beziehungsgestaltung im Fundraising

Beziehungsgestaltung kann jeder Mensch. Im professionellen Kontext allerdings kommen ein paar Besonderheiten dazu, die Aufmerksamkeit erfordern, insbesondere, wenn Sie als FundraiserIn unterwegs sind. Denn hier geht es um Beziehungen, die ungleichgewichtig sind.

Was sind grundlegende Zutaten einer guten professionellen Beziehungsgestaltung?

Kontaktherstellung - Spiel zwischen Gleichheit und Verschiedenheit

Jede Beziehung beginnt mit Begegnung, einem fast magischen Moment, in dem sich zwei Unbekanntheiten gegenüber sind. Hier überbrückt meist das Feststellen einer gewissen Ähnlichkeit alle Verschiedenheit zwischen den beiden Menschen. Deshalb testen die Personen über Smalltalk zunächst mal aus, wie die Resonanz ausfällt. Die Andersartigkeit kommt meist ein wenig später zum Zuge. FundraiserInnen tun gut daran, sich ein wenig im Smalltalk zu üben. Was sind in unliebsamen Moment Lieblingsthemen? Wie können Sie, ohne dass es Ihnen selbst peinlich vorkommt, über Wetter, die Welt und das Essen des Buffets reden? So manchen hat schon eine passende Frage aus peinlichem Schweigen befreit.

Im Laufe des Gesprächs wird sich herausstellen, ob Interessen und Themen übereinstimmen. Der Austausch über ein gemeinsames Themenfeld, für das Sie als FundraiserIn stehen, kann ein guter Beginn sein, Gemeinsames zu betonen.

Balance zwischen Distanz und Nähe

Sicher kennen Sie Situationen, in denen Sie darüber nachdenken, was noch angemessen ist: Zum Abendessen zur Förderin nach Hause gehen oder eine Konzerteinladung nur für gute Freunde im persönlichen Rahmen annehmen oder nicht. Besser eine Ausrede erfinden oder doch Beziehung verfestigen?

Einen Gradmesser zu haben, um festzustellen, ob zu viel Nähe die Beziehung prägt, ist sehr wichtig, um professionell arbeiten zu können. Gegen ein Abendessen zu entscheiden, kann angemessen sein, wenn Sie ahnen, zur Freundin zum Freund geworden zu sein. Aufmerksamkeit dafür zu bleiben wie viel professionelle Distanz nötig ist, hält die Beziehung und den Kontext sauber. Anders als im privaten Kontext ist die Beziehung zu Förderern eine Bindung, um gemeinsam ein Projekt zu stemmen. Sie hat also einen Zweck.

Eine Beziehungspflege die sich auf das Versenden von Newslettern beschränkt, kann ebenso schädlich sein. Für den Förderer, der beteiligt sein möchte, sind Sie die Brücke zum Anliegen, zum Projekt, um das es geht. Wenn Sie nicht mehr spürbar und nicht mehr sichtbar sind, ist die Distanz möglicher Weise zu groß geworden.

Autonomie – Freiheit der Bindung

Die Beziehung beruht auf der Entscheidung, in der Beziehung sein und bleiben zu wollen.

Jeder der Partner, Fundraiser wie Förderer, kann freigehalten die Beziehung abbrechen. Es ist wichtig, sich das bewusst zu halten, um sich Enttäuschungen zu ersparen, aber auch, sich die eigenen Freiheit zu bewahren. Wenn die Erwartungen nicht übereinstimmen, oder Forderungen ausgesprochen werden, die nicht zu den Rahmungen passen, ist ein Nein oder ein Stopp angebracht, damit Sie geschützt bleiben bzw. die Organisation und das Anliegen für dass Sie fundraisen.

Andererseits ist es dem potentiellen Förderer freigehalten, aus der Beziehung zu gehen: Wenn das Angebot nicht passt, wenn der Förderer in einer anderen als angenommenen Situation steht, wenn er sich gedrängt fühlt u.a.m.

 

Wir wünschen Ihnen viel Geschick bei der Gestaltung der Beziehungen zu Ihren Förderern. Wenn Sie dafür systematische Grundlagen und handfeste Tipps und Tricks einer erfahrenen Fundraiserin brauchen, buchen Sie das Seminar: Fundraising als Beziehungsgestaltung: Businessknigge am 01.07. in Hannover

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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