Scrollytelling für Kapital-Kampagnen

Wenn das Internet Ihrer Story die Krone aufsetzt

Eine erfolgreiche Kapitalkampagne kommt ohne gut erzählte Stories nicht aus. Zum Thema Storytelling gibt es unzählige gute Beispiele, wie eine Organisation ihre Mission und ihr konkretes Anliegen vermitteln kann - meist im persönlichen Kontakt zu den Großspendern. Was aber, wenn die Kampagne eine breite Masse ansprechen und zum Spenden motivieren soll?

Wer seine Kampagne im Internet präsentieren will, für den bietet sich das interaktive Storytelling an – kurz Scrollytelling. Hier werden Texte in besonderer Weise zusammen mit multimedialen Elementen so verbunden, dass eine emotional packende und zugleich informationsreiche Story entsteht. So können Sie im Rahmen einer Kapital-Kampagne Ihren Spendenaufruf zu einem unverwechselbaren Gesamteindruck verwandeln und ihre Spender über die verschiedensten Aspekte ihres Projekts informieren.

Im Rahmen einer Kapital-Kampagne bietet es sich an, eine eigene Kampagnen-Website aufzusetzen. Eine Scrollytelling-Landingpage bietet die Möglichkeit, aus dem Layout ihrer bestehenden Website auszubrechen und über ein individuelles, auf die Kampagne zugeschnittenes Layout und Design zu verfügen, sind also komplett eigenständige Webseiten. Sie müssen daher im Rahmen ihrer Kampagne nicht ihre Organisations-Website umgestalten. Ihre Standard-Prozesse in Öffentlichkeitsarbeit und ihr Fundraising können ungestört weiterlaufen.

Natürlich erfordern solche Formate deutlich mehr Arbeit, als nur Text, Bilder und Links in das eigene CMS einzuspielen. Aber gerade im Rahmen einer Kapital-Kampagne lohnt sich häufig der Aufwand, wenn wirklich große Beträge eingeworben werden sollen. In vielen Fällen verhelfen Sie einem guten Text schon mit einfachen Mitteln zu einer deutlich intensiveren Wirkung. Bilder über die gesamte Seitenbreite und individuelle Schriftarten sind schnell umgesetzt. Sollten Sie über Videomaterial verfügen, kann die Anpassung einer YouTube-Einbettung schon eine angenehme Abwechslung für den Leser sein.

Sind Sie neugierig geworden, wie denn nun so eine Story aussieht? Hier ein paar Beispiele. Sie kommen aus dem Online-Journalismus, sind aber durchaus auf Kommunikation und Fundraising für Nonprofits übertragbar:

  • Die deutsche Rhein-Zeitung zeigte im Mai dieses Jahres, dass man auch mit einem kleineren Team und Etat tollen und modernen Online-Journalismus betreiben kann. Das Stück namens „Arabellion“ über den arabischen Frühling verzichtet auf eigene Video-Sequenzen, bindet aber geschickt Clips von anderen Quellen in die Seite mit ein.
  • Die NZZ hat die Reaktor-Katastrophe von Fukushima anhand von vier Protagonisten aufbereitet. Ein gutes Beispiel für „Heldenreisen“, über die sich gemeinnützige Projekte ideal darstellen lassen.
  • ARTE hat 2012 eine sehr leidenschaftliche Produktion veröffentlicht über Alma, eine Frau aus Guatemala, die fünf Jahre einer gewalttätigen Gang angehörte. Zugegeben, aufwändig zu realisieren, aber so stellen wir uns Mission-Based Content vor, der emotionalisiert und zum Handeln bewegt.
  • Zum Schluss noch zu den Anfängen: „Snow Fall“ gilt als einer der Vorreiter im Bereich des journalistischen Multimedia-Storytelling. Die Geschichte der New York Times konnte den renommierten Pulitzer-Preis gewinnen. Der Text erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven und mithilfe vieler HTML5-Video-Sequenzen und Bildergalerien. Außerdem werden immer wieder originale Mitschnitte von Funksprüchen eingebettet.

Einige Nonprofits haben sich auch schon an der Umsetzung versucht. Hier einige Bespiele:

Wenn Sie nun selber probieren möchten: Sie können zu sehr nützlichen und komfortablen Hilfsmitteln greifen, um Ihr Scrollytelling umzusetzen:

  • Storify ist ein Tool, das recht einfach zu handhaben ist. Es bietet sich besonders als Blogging-Plattform für Echtzeit-Storys an. Dabei lassen sich eine Reihe sozialer Medien sehr einfach in den Fließtext einbinden und daraus relativ simpel eine Geschichte aufbauen. So erzeugen wird deutlich mehr Aufmerksamkeit, bleiben aber gleichzeitig in gewohnter medialer Umgebung.
  • Mit dem Hamburger Startup keeeb können Sie besonders gut die gesellschaftliche Relevanz ihrer Mission bzw. ihrer Organisation darstellen. Eine aus vielen Quellen und mit verschiedenen Blickwinkeln entwickelte Story, kann eindrucksvoll aufzeigen, wofür Sie sich engagieren und wofür Ihre Kampagne Geld sammelt.
  • Falls sich Ihre Kampagne-Story gut über eine Zeitleiste darstellen lässt, sollten Sie sich Dipity anschauen. Es ist ein Tool, mit dem sehr einfach digitale Timelines erstellen können.

Wenn Sie inspiriert sind, fragen Sie uns, wie wir Sie bei der Umsetzung unterstützen können. Wir finden passende Wege, Ihre Anliegen zu kommunizieren und neue Unterstützer zu gewinnen. Besonders gerne auch im Rahmen einer Kapital-Kampagne.

Übringens: Schicken Sie uns gerne einen Link zu Ihrer Story. In einem der nächsten Newsletter veröffentlichen wir eine Liste mit gelungenen Beispielen.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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