Warum Kapital-Kampagnen nur mit Beteiligung erfolgreich sind

Für den Erfolg einer Kampagne ist die Beteiligung der gesamten Organisation mit ihren Gremien von zentraler Bedeutung. Für einen Verein beispielsweise betrifft das insbesondere den Vorstand und die Mitglieder sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Dies bezieht sich einmal darauf, dass die Kampagne getragen werden muss, nicht zuletzt mit den Entscheidungen und mit ihrer Tragweite. Zum anderen müssen Vorstände und Mitarbeiter spezielle Rollen während der Kapital-Kampagne übernehmen, die über die normalen hinausreichen. Dies muss verstanden und verankert sein.

Skizzierte Schräglagen: Gremien und Organisation

Wir kennen verschiedene Spielarten, wie Kampagnen und Gremien, speziell der Vorstand auseinanderlaufen: Eine erste: Geschäftsführung und Mitarbeiter sind zutiefst vom Sinn und vom Konzept der Kampagne überzeugt, ahnen, wie sie organisiert und umgesetzt werden kann. Das Konzept ist in vielen Stunden Nachdenkens und Recherchierens entstanden. Ein Plan untersetzt die Ziele mit Fakten und Zahlen. Bei einer Vorstandssitzung wird die Kampagne als die Lösung für das Problem X präsentiert und: dem Vorstand geht die Puste aus. Der Vorstand mag aus den unterschiedlichsten benennbaren und nicht benennbaren Gründen die Kampagne nicht verantworten.

Eine zweite Spielart: Der Vorstand trägt die Kampagne von Anfang an mit und engagiert sich aktiv. Förderer werden angesprochen und begeistert aber die Organisation kommt nicht hinterher. Der Vorstand war zu schnell und hat Tatsachen geschaffen, für die es noch keine Abläufe und Klärungen gab. Wenn Förderer anrufen wird improvisiert. Die Freude an der Kampagne mischt sich mit Peinlichkeit.

Damit es nicht zu solchen Schräglagen kommt…

Leider gibt es für solche und ähnliche Beispiele kein Rezept und es soll hier nichts Naives geschrieben werden. Bedenken Sie: Kampagnen sind Erfindungen. Wenn die Erfindung in allem schon steht, ist es nicht einfach, sich einzuklinken und sich darin wiederzufinden. Beziehen Sie deshalb die Gremien und alle, die mit der Kampagne zu tun haben werden, rechtzeitig ein. Einige handfeste Hinweise dafür:

  • Bereiten Sie eine Präsentation zum Anliegen der Kampagne, zu Ihren Vorüberlegungen und Recherchen vor.
  • Stellen Sie die Mission der Kampagne voran, bevor Sie mit Zahlen und Fakten argumentieren. Sowohl die Vorstandsmitglieder als auch Mitarbeiter möchte inhaltlich anschließen und mit dem Herzen dabei sein können.
  • Erörtern Sie Argumente und Lösungsideen rund um die Kampagne, falls es die schon gibt. Gehen Sie auf die Wirkung ein, die mit dem Ergebnis der Kampagne erzielt wird. Was wird leichter, anders, wirkungsvoller, wenn die Kampagne abgeschlossen sein wird?
  • Fragen Sie diejenigen, die gewonnen werden sollen, nach ihren Bedenken bezüglich der Kampagne und prüfen Sie, ob Sie das alles bereits schon bedacht hatten.

Für eine Kapital-Kampagne sind Projektplanung und das Timing ganz entscheidend.

  • Machen Sie präzise Ablaufpläne und instruieren Sie alle, die mit der Kampagne zu tun haben. Fragen Sie besser nach, ob sich alle ihrer Rolle bewusst sind und die Aufgaben verstanden haben.
  • Prüfen Sie genau, ob die Mitarbeiter alle Erlaubnisse und Möglichkeiten haben, sich für die Kampagne einzusetzen.
  • Überlegen Sie vorher, welche Rolle die Förderer haben und wie mit ihnen umgegangen werden soll.
  • Klären Sie auch, was Mitarbeiter nicht leisten können und wozu sie keine Lust haben bzw. sich die Aufgaben nicht zutrauen.

Sowohl das Kampagnenkonzept, als auch alle internen Beteiligungsprozesse sollte ein Maßanzug sein. Wie er geschneidert werden kann, erfahren Sie in unserem Seminar, das am 05.11. in Frankfurt / M. die Fundraising Akademie veranstaltet: Seminar Kapitalkampagne

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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