Warum Sie einen Businessplan brauchen

Die Welt für Nonprofit-Organisationen ist deutlich komplexer und komplizierter geworden. Es gab einmal eine gute alte Zeit, als der Staat über die Fehlbedarfsfinanzierung alle Kosten trug, die nicht durch Dritte gedeckt werden konnten. Das Leben war damals viel einfacher: Hatte man ein überzeugendes Konzept und war man damit in die Förderung gelangt, brauchte sich das Management über die Kosten keine Gedanken machen. Solange diese sich im Rahmen des Konzepts hielten, wurden sie aus Steuermitteln erstattet. In solchen Zeiten braucht man keinen Businessplan.

Heute sind die Zeiten jedoch ungleich komplexer. Nonprofit-Organisationen müssen ihre Finanzierung auf anderen Strategien aufbauen, weil ihr Umfeld, das Verhalten von Spendern, die Zuwendungen auf der öffentlichen Hand sich neu geordnet haben. Damit ist verbunden, dass Nonprofit-Organisationen  untereinander und ggf. gegenüber Unternehmen, die vergleichbare Leistungen anbieten in Konkurrenz um immer knapper werdende Mittel stehen. Nicht nur, dass häufig verschiedene Quellen zur Finanzierung der Projekte und Programme genutzt werden müssen, diese sind vielfach mit unterschiedlichen Anforderungen verbunden.

Damit ist es an der Zeit, ein Planungsinstrument einzusetzen, welches  seinen Ursprung in Unternehmen hat: Den Businessplan. Mit Hilfe eines Businessplans wird beschrieben, wie die Mission, also wie eine soziale, ökologische oder auch kulturelle Herausforderung gelöst werden soll, für wen Leistungen erbracht werden und wie diese finanziert werden. Der Businessplan klärt somit, wie in einer Nonprofit-Organisation die einzelne Prozesse ablaufen sollen und wie sich am Ende Einnahmen und Kosten decken.

Ein Businessplan ermöglicht dabei dreierlei:

  • Nach innen macht er die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter/innen transparent. Alle Aufgaben werden im Businessplan bezüglich der Ziele und Projekte eingeordnet. Durch das gemeinsame Ziel können Aufgaben und Tätigkeiten besser koordiniert werden.
  • Nach außen zeigt der Businessplan gegenüber Geldgebern und Finanziers, wie Ressourcen eingesetzt und wie welcher Impact erzielt werden wird.
  • Damit ergibt sich eine solide Grundlage sowohl für die Entscheidung als auch für das anschließende Controlling. Denn können die versprochenen Ergebnisse nicht erzielt werden, werden Annahmen im Businessplan nicht richtig gewesen sein, sodass in einem anschließenden Lernprozess Effektivität und Effizienz verbessert werden können – zum Nutzen der Gesellschaft bzw. der Empfänger der Leistungen.

Für viele Finanziers spielt der zweite Aspekt eine zunehmend wichtiger werdende Rolle. Viele Führungskräfte von Nonprofit-Organisationen sehen sich heute schon der Anforderung von Stiftungen, öffentlichen Verwaltungen oder Social Investors gegenüber, einen Businessplan vorzulegen. Sie sind nur noch dann bereit, in Ihre Organisation zu investieren, wenn Sie plausibel darlegen können, welcher Nutzen für die Gesellschaft geschaffen wird und wie sich Ihre Organisation langfristig finanzieren kann. Projekte und Programme, die nach drei Jahren einen neuen Namen bekommen oder eingestellt werden, gibt es genug.

Entscheidender noch als der Businessplan ist der Planungsprozess selbst. Denn in diesem Prozess – dessen Ergebnis der Businessplan ist – werden Geschäftsmodelle entwickelt – für wen soll in welcher Art und Weise ein Nutzen geschaffen werden. Zugleich wird das Ertrags- bzw. Funding-Modell erarbeitet. Beim letzteren geht es dabei um die Frage, wer aus welchen Gründen Ressourcen in welcher Form und Höhe zur Verfügung stellt, damit Ihre Organisation auch die Projekte und Programme umsetzen kann.

Um das Instrument Businessplanung, das in Unternehmen üblich ist, in Nonprofit-Organisationen erfolgreich einzusetzen, muss es überarbeitet und angepasst werden.

Denn Nonprofit-Organisationen haben eine Reihe von Besonderheiten, die auch im Businessplan eine Rolle spielen. So kann z. B. ein Teil der Leistungen auch durch Freiwillige und ehrenamtlich Tätige erbracht werden. Dies setzt in der Regel aber besondere Rahmenbedingungen voraus und hat spezifische Folgen, da über Freiwillige nicht in gleicher Weise verfügt werden kann wie über Angestellte. Beides ist mit Kosten verbunden, die im Rahmen des Businessplans mit beachtet werden müssen.

Welchen Anforderungen Sie sich konkret stellen, wenn Sie einen Businessplan erarbeiten wollen, erfahren Sie in unserem aktuellen White Paper „Businessplanung für Nonprofit-Organisationen“, welches Sie kostenlos über unsere Website erhalten können.

Stephanie Harm & Dr. Kai Fischer

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